18.Mai 2013 : Ingolstadt zum Fährhafen nach Puttgarden auf der Insel Fehmarn ( ca 860 km )

 

 

Endlich unterwegs.... Nichts schlechtes ohne was gutes dran... dadurch daß wir Samstag erst loskamen, war der schlimmste Reiseverkehr, vor allen von den Pendlern, schon weg. Es war zwar immer noch relativ dichter Verkehr, aber mit angebautem „Rucksack“ , unserer Dachbox, war das Reisetempo eh auf maximal 130 Km/h beschränkt. So lief es dann bis Nürnberg relativ problemlos bei starker Bewölkung und dem einen oder anderen Regentropfen....Nach dem Autobahnkreuz Nürnberg war der Verkehr zwar immer noch flüssig, aber es begann zu regnen... so richtig heftig... wodurch sich auch das Reisetempo verringerte und sich der Verkehr hier und da langsam zu stauen begann. Die Hoffnung, ganz ohne Stau durchzukommen hatten wir dann bei Dessau auf der A 9 endgültig begraben, nachdem wir so richtig schön drin standen...Egal, unser Zeitplan war grosszügig kalkuliert und die Fähren in Puttgarden liefen alle halbe Stunde Richtung Dänemark aus...kein Grund zur Eile also. Nach einer halben Stunde hatten wir dann besagten Stau hinter uns gelassen und der Verkehr lief wieder halbwegs flüssig Richtung Autobahndreieck Potsdam, dem Berliner Ring, der A10. Es regnete immer noch und so verzichteten wir auf grössere Pausen und hielten nur, wenn sich ein „dringendes“ Bedürfnis meldete. Dank einer größeren Baustelle auf dem Berliner Ring kurz vor dem Autobahndreieck Havelland, wo es auf die A24 Richtung Hamburg geht,standen wir ein zweites mal im Stau. Die Tankanzeige meldete „Reserve“ ( die Dachbox macht sich beim Verbrauch sehr negativ bemerkbar ) und so machten wir den ersten längeren geplanten ( und gewollten ) Stop in der Tankstelle „Wolfslake“ um zu tanken und eine kleine Pause zu machen. Beim Tanken in dieser „Esso“ Station wurde ich während des Betankens unserer Kiste von einer Dame an der Zapfsäule schräg hinter uns angesprochen, ich solle gefälligst auch ihr Auto betanken... Sie war wohl etwas von meiner Bekleidung irritiert, denn fairerweise muß ich sagen, daß ich aus Gründen der Bequemlichkeit und des Tragekomforts meine neue Arbeitshose samt dazugehörigem Sweatshirt anhatte....und die haben eben eine Muschel und keinen Tiger als Emblem drauf. Als ich mit dem Finger auf meine an der Arbeithose befindliche gelbe Muschel zeigte hat sie ein wenig gezetert und sich Kopfschüttelnd umgedreht...und richtig blöd geguckt, als ich dann in das soeben von mir betankte Fahrzeug eingestiegen und zur Seite gefahren bin...So richtig mitbekommen, daß ich nicht zur Tankstelle gehöre, hat sie wohl erst, als ich den Kofferaum nach irgendwas durchsuchte und Katja samt Junior mit Kaffee vom bezahlen zurück kamen, einstiegen und wir alle zusammen mit dem Auto weggefahren sind... Manche dummen Gesichter müsste man dann doch fotografieren....

Weiter ging es dann in strömendem Regen über die A24, A14 an Schwerin vorbei bis Wismar auf die Ostseeautobahn A20 Richtung Lübeck. Es regnete in Lübeck nicht mehr ganz so stark und wir wagten zu hoffen, auf Fehmarn den Scheibenwischer gar nicht mehr zu brauchen...Von Verkehr her gab es keine Probleme mehr Richtung Fähre Puttgarden. Wir tankten nochmal in Großenbrode an der Aral den Wagen voll und freuten uns schon sehr, daß der Regen mittlerwele aufgehört hatte. Die Chancen, auf der Fähre ein gemütliches Pfeifchen im Trockenen zu rauchen, stiegen deutlich an. Da ich mich im Zuge der Reisevorbereitungen beim norwegischen Automautbetreiber „AutoPass“ angemeldet hatte, der auch den Service „EasyGo“ beinhaltet, ist das einchecken auf der Fähre unheimlich schnell einfach und problemlos. An den entprechenden Schalter ranfahren, das Check-In System erkennt den Transponder im Auto, Anzahl der Passagiere eingeben, Tarif wählen und in der Spur für bevorzugte Abfertigung anstellen... keine Wartezeit beim Check-In und garantierte Überfahrt mit der nächsten Fähre...Super... auf Wartezeit hatten wir eh keine Lust ;-)

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© Dirk Brass