Freitag, 24.Mai 2013 : Karasjok - Arvidsjaur ( ca 730 Km )

Ausgeschlafen und immer noch von den Eindrücken des Nordkapps gefangen, machten wir uns nach einem kräftigen Frühstück und der mittlerweile zur Gewohnheit gewordenen " Einpackaktion" gegen sieben Uhr auf Richtung Schweden, nach Arvidsjaur. Unsere Route würde uns teilweise wieder den selben Weg zurückführen, den wir auch zur Anreise genutzt hatten. Den Weg bis zu unserem Haus in Palojoensuu kannten wir ja nun schon und so gibt es davon nicht allzuviel zu schreiben, jedoch wieder ein paar Bilder zu  gucken...

Von dem schlechten Wetter in Deutschland haben wir mangels Internet bis dahin nicht recht viel mitbekommen, jedoch war auch an der finnisch- schwedischen Grenze der Pegelstand des Muonio Älv, der natürlichen Grenze zwischen Finnland und Schweden deutlich erhöht.

Allerdings war das nicht vom Regen bedingt, sondern durch die dort herrschenden warmen Temparaturen, die wiederum die Schneeschmelze rasend schnell vorantrieb. Von dem sich anbahnenden Jahunderthochwasser in good old Germany ahnten wir bis Dato noch nichts.

In Karesuando, machten wir kurz Pause und nutzten die Zeit uns die Beine zu vertreten und die 1816 erbaute Kirche zu besichtigen, die gleichzeitig die nördlichste Schwedens ist.

 

Nach Kaffee und Brotzeit ging es weiter Richtung Arvidsjaur. Auf dem Weg zurück in die Zivilisation mussten wir immer noch auf kreuzende Rentiergruppen achten, die sich vorzugsweise am Strassenrand aufhielten und prinzipiell dann die Seite zu wechseln pflegten, wenn ein Auto angerollt kam...

Ein paar Kilometer vor Vittangi machten wir nochmal Rast, weil Junior ein Hungergefühl vermeldete und uns der Kaffee die Blase wieder gefüllt hatte. Kleine Rasthütten mit Ofen und Strom sichern einem Reisenden im Winter einen warmen Aufenthalt,  der manchmal auch zum schlafen genutzt wird, wie uns einige verewigte Mitteilungen an der Innenseite der Hütte mitteilten. 

Nach weiteren 200 Kilometern auf der E 45, bei dem wir auch am Nationalpark Muddens und an diversen Staustufen der Wasserkraftwerke vorbeikamen, unter anderem dem in Porjus, einem der größten in ganz Schweden.

 

 

 

Bei Jokkmokk querten wir wieder den nördlichen Polarkreis und machten wieder mal Kaffeepause und Fototermin.... :-)

Die restlichen 160 km brachten wir relativ zügig hinter uns und erreichten unser Hotel in Arvidsjaur am späten Nachmittag. Unser Hotel verfügte über freies W-Lan und so konnten wir übers Internet aktuellen Nachrichten über das Hochwasser und die eventuell zu erwarteten Überschwemmungen erfahren. Wir waren schon ein wenig entsetzt über die Situation in Deutschland.  Abends gönnte ich mir trotz allem ein Pfeifchen am See gegenüber des Hotels und beendeten so den Tag

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© Dirk Brass