Donnerstag, 23.Mai 2013 : Karasjok - Nordkap - Karasjok (ca. 540 Km)

Der "große Tag" wurde von uns mit einem gemütlichen Frühstück begonnen. Da das Nordkapcenter erst um 11 Uhr vormittags öffnet, aber dafür bis 1 Uhr morgens auf hat, hatten wir an diesem Tag keine Eile. Wir brachen gegen 9 Uhr frisch gestärkt und voller neugieriger Erwartung auf. 

Da Karasjok vom Nordkap nur noch 270 km entfernt ist, hatten wir die Möglichkeit, uns die Umgebung und die Natur auf dem Weg genauer anzusehen. Die Straßen waren wie erwartet leer, nur die Rentiere kreuzten des öfteren unseren Weg.Wir konnten einige Pausen einlegen und uns die nähere Umgebung genauer ansehen sowie die phantastische Aussicht geniessen. Unser persönlicher Endspurt begann mit der Durchfahrt des fast 6900 Meter langen Nordkaptunnels, der uns trockenen Fußes auf die Insel Magerøya brachte, wo sich das Nordkap befindet. Magerøya heißt vom norgwegischen übersetzt soviel wie "karge Insel", wovon wir uns auch selber überzeugen konnten, denn außer ein paar Steinpflanzen und Flechten war kaum Vegetation vorhanden.

 

 

Nachdem wir Honningsvåg passiert hatten, nahmen wir die letzten 30 km und den Anstieg zum Nordkap in Angriff. Eine gewisse Nervosität und Anspannung machte sich bei Katja und mir breit, denn (m)ein Traumziel war bei bestem Wetter zum Greifen nahe.

 

Geschafft, die Einfahrt war endlich zu sehen 

Angekommen am nördlichsten Aussichtspunkt Europas

 

 Am Kassenhäuschen der Zufahrt entrichten wir unseren nicht geringen Obolus und sogar die junge Dame an der Kasse meinte, daß wir uns das beste Wetter überhaupt für eine Nordkapbesichtigung erwischt hätten. Seit einigen Tagen nur Sonne und blauer Himmel, obwohl das Wetter am Nordkap dafür bekannt ist, sich binnen einer halben Stunde komplett zu ändern. Wir parkten unser Auto auf dem fast leeren Besucherparkplatz und gingen zu Fuß die letzten Meter zum Eingang des Nordkapcenters. 

Bereits beim Betreten des Gebäudes sahen wir durch die großen Glasfenster den "nordkaptypischen" Globus auf dem Felsplateau. 

 

Bevor wir den nördlichsten Aussichtspunkt Europas betraten, verewigten sich Katja und Junior noch mit einem kleinen Troll 

 

 

 

 

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Endlich an diesem stählernem Globus angekommen, erging es mir genauso wie dem 

Reisenden Francesco Negri, der 1664 in sein Tagebuch geschrieben hat: 

 

"Hier, wo die Welt zu Ende ist, hört auch meine Sehnsucht auf und ich kehre zufrieden nach Hause zurück."

 



Dem ist nichts hinzuzufügen !

 

Genau wegen diesem Bild von mir und dem Globus wollte ich dahin.

Einmal Ingolstadt - Nordkap, einfache Fahrt : 3714 Kilometer ...  :-)

 

 

Nachdem wir unsere privaten Bilder gemacht hatten, erkundigten wir das Nordkapcenter und sahen uns den bewegenden Film im hauseigenen Kino an. Da durften wir allerdings nicht fotografieren. Natürlich ließen wir noch etliche norwegische Kronen im Souveniershop und deckten uns mit großen und kleinen Erinnerungen an unsere "Traumreise" ein. Bis zur Mitternachtssonne blieben wir nicht, da wir den gleichen Anblick auch in Karasjok hatten. Gegen 17 Uhr als mehrere Reisebusse das Nordkapcenter stürmten, ergriffen wir die Flucht und traten die Rückreise nach Karasjok an. Ein letzter Blick und wir nahmen wehmütig Abschied... 

 

Auf der Rücktour gönnten wir auch unserem Auto nochmal einen letzten traumhaften Ausblick am Ende einer Straße. 

 

  

In einer Meeresbucht, wo unsere Straße entlang führte, machten wir eine Pause, stillten den Hunger und genossen die wunderbare Aussicht. 

Unterwegs beeindruckte uns nochmal die wilde Schönheit der Natur. 

Zurück in Karasjok forderte auch unser Hybrid seinen Tibut und wir fuhren noch an die Tanke bevor wir den Abend auf der Terrasse des Ferienhauses ausklingen ließen.

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© Dirk Brass