Dienstag, 21. Mai 2013 : Ånäset - Palojoensuu (ca 600 km )

Wir hatten am Dienstag früh schon recht zeitig ausgeschlafen und fingen nach einem kleinen Frühstück an, etwas Brotzeit für unterwegs herzurichten, das Häuschen zu putzen und unsere Sachen wieder in Auto zu packen. Um kurz vor sechs bereits fuhren wir ausgeschlafen und bester Laune los Richtung  Palojoensuu in Finnland, wo sich unsere zweite Herberge auf dieser Tour befand.

 

Der Verkehr war trotz Wochentag sehr dünn und so kamen wir zügig voran.Die erste Pause an diesem Tag machten wir bei Skellefteå, wo wir uns die Beine etwas vertraten, zur Toilette gingen und uns unseren mitgebrachten Kaffee schmecken ließen. 

 

Weiter auf der E4 ging es dann über Luleå nach Haparanda, zur finnischen Grenze. Unsere Etappe an diesem Tag war nicht so lang bemessen, so daß wir uns auch etwas mehr Zeit für Pausen und Landschaft nehmen konnten. Kurz vor Lulea ließen wir uns nochmal einen Kaffee,  Junior einen Kakao, ich mir ein Pfeifchen und Katja ein Zigarettchen schmecken. 

 

Vor Haparanda gönnten wir uns nochmal eine kleine Pause auf einem schönen Rastplatz und freuten uns über das schöne Wetter und daß bis dahin alles wirklich reibungslos geklappt hat.

 

Wir beschlossen, uns in Haparanda noch mit diversen Lebensmitteln einzudecken, weil wir nicht wussten, welche Einkaufsmöglichkeiten wir bei unserem finnischen Cottage haben würden. Wir fanden in Haparanda einen richtig großen Supermarkt, in dem wir uns mit Lebensmitteln und Getränken für die nächsten Tage eindeckten. Finnland war schon zum Greifen nah, die Grenze war vom Supermarktparkplatz aus schon sichtbar. 

 


 

Die Einreise nach Finnland gestaltete sich dank EU unkompliziert und wir setzten unseren Weg nach Norden auf finnischem Boden fort. Landschaftlich wunderschön genossen wir die Fahrt und beschlossen kurzfristig den Polarkreis, wegen der schöneren Gestaltung des Parkplatzes, auf schwedischer Seite zu queren. So reisten wir bei Övertorneo über den Grenzfluß "Munioälv" wieder nach Schweden ein.Nach einer ausgiebigen Pause direkt am Polarkreis mit Kaffee, Brotzeit und allem was dazugehört  ging es auf der schwedischen Seite bis Pello. Dort wechselten wir wieder auf die finnische Seite und setzten unseren Weg zum Cottage fort. Die jetzt am Straßenrand auftauchenden Schilder, die auf Rentierzucht hinweisen, nahmen wir etwas verwundert zur Kenntnis, verstanden dann aber, weshalb die Schilder aufgestellt wurden. Nämlich deswegen :

 

Leider wurden die Koordinaten unserer Unterkunft von der Bookingagentur nicht ganz korrekt angegeben. Eine Rückfrage direkt beim Vermieter verhalf hier schnelle Abhilfe und er mailte uns die richtigen Koordinaten, womit das Navi das Cottage problemlos fand. Der Anblick verschlug uns die Sprache ... im positiven Sinn :-). Wir waren irgendwo im Nirgendwo weit ab jeglicher Zivilisation, ohne Tankstelle, Einkaufsmöglichkeiten und vor allem ohne Nachbarn...... nichts dergleichen. So war unsere Entscheidung in Haparanda nochmal einzukaufen goldrichtig. 

Der von der Bookingcompany mitgeteilte Code zum Öffnen der Türe erwies sich zu unserem Erschrecken als falsch, allerdings verhalf auch in dieser Situation ein Anruf beim Vermieter schnelle Abhilfe und konnten für eine Nacht einziehen. 



Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, ließen wir den Tag ganz entspannt und ruhig ausklingen, Junior vorm Laptop ( irgendwie interessierte er sich nicht so für die wahnsinnig tolle Natur und Aussicht ) während Katja und ich es uns auf der Veranda gemütlich machten und uns die Natur ganz in ihren Bann zog. Wenn jemand zu Angeln gehen möchte, oder die Abgeschiedenheit in einem richtig tollen vollausgestattetem Cottage sucht, ist er dort garantiert richtig. Das war der Wahnsinn schlechthin ! 

So endete ein herrlicher Reisetag in einer richtig tollen Unterkunft.

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© Dirk Brass